Im Alter von 78 Jahren wurde Hindenburg 1925 zum Reichspräsidenten gewählt. Er war preußischer Protestant und kaiserlicher Feldmarschall. Obwohl parteilos erfuhr er die Unterstützung der katholischen Bayerischen Volkspartei (BVP). Nach der Niederlage des Deutschen Reiches verbreitete er die sogenannte „Dolchstoßlegende“ –`das deutsche Heer sei auf dem Felde unbesiegt geblieben und hinterrücks von den Revolutionären erdolcht worden`. Sein Ruhm als Volksheld ging auf den Sieg über die russische Truppen in der Schlacht von Tannenberg (August 1914) zurück.
Unsere Schützenscheibe „Unsere Hoffnung – unsere Rettung“ zeigt Paul von Hindenburg als hochdekorierten Militär und entstand zum 21. Ober- und Unterfränkischen Bundesschießen 1930. Gemalt wurde sie von Heinrich Lammers nach dem berühmten Original von Angelo Jank.
Als Hindenburg 1933 Hitler zum Reichskanzler ernannte, erfolgte zugleich die Machtübernahme der Nationalsozialisten.
Unsere Schützenscheibe bereicherte die Ausstellung des Hauses der Bayerischen Geschichte 2022 in Regensburg „Tempo, Tempo – Bayern in den 1920ern“ und findet sich auch im Ausstellungskatalog auf Seite 99.