Diese alte Schützenscheibe dürfte wohl 1828 mit Öl auf Holz gemalt worden sein und bezieht sich auf den 24. Juni 1626, als Herzog Casimir von Sachsen-Coburg bei seinem Gegenbesuch zum Ausschießen mit seinem ansehnlichen Hofstaate in Bayreuth von Markgraf Christian empfangen wurde. Als 64-Jähriger konnte sich der Herzog, mitten im 30-jährigen Krieg, noch bis 1629 aus den Kriegswirren heraushalten, ehe er sich 1629 den schwedischen Truppen anschloss, eine erfolgreiche Belagerung durch Wallenstein mit den Bayern 3 Jahre später überstand und nach Thüringen flüchten konnte. Sehr viele markante Bauwerke in Coburg hatte er während seiner Regentschaft (1586– 1633) errichten lassen. Als er 1633 kinderlos starb ging sein Erbe an seinen Bruder Johann Ernst von Sachsen-Eisenach.
(Quelle: „Geschichte der Stadt Bayreuth“ von J.W. Holle)